:: Astronomie :: Reiseteleskope Star Travel 80/400 & Heritage 130p

In der Astronomie sagt man "Größe Öffnung ist nur durch noch größere Öffnung zu ersetzen"

Doch große Teleskope sind schwer zu schleppen. 35 kg wuchtet man nicht mal eben paar Meter nach draußen um eine Wolkenlücke auszunutzen.

Genau dafür sind kleinere Geräte perfekt geeignet. "Grab and go".

Erster Versuch mit dem Startravel 80/400

Der kleine FH-Refraktor ist durch ein Öffnungsverhältnis von f/5 für großflächige Objekte geeignet. Aber aufgrund der kleinen 80 mm Frontlinse nur für helle Objekte einsetzbar.

Für den Venustransit habe ich mir mit Baader Sonnenfilterfolie einen Sonnefilter gebastelt. Somit nutze ich ihn für die Weißlich-Beobachtung der Sonne.

Die Wackelmontierung EQ-1 ist nutzbar. Aber nicht sehr gtu. Der Aufbau dess Stativ ist dank kleiner Flügelschräubchen etwas fummelig. Grob eingenordet lässt sich aber bequem die Erdrotation ausgleichen.
Jedoch habe ich immer die EQ-1 auf einen Winkel von 90° eingestellt und konnte somit Azimutal beobachten. Das ganze Spiel mit dem Gegengewicht war aber lästig.

Somit kam dann der Wunsch nach einem Praktischerem Gerät. Noch Transportabler und mit mehr öffnung. Hä? .... Größer UND Transportabler?

Zweiter Versuch: Heritage 130p

Der kleine Dobson hat einen Spiegeldurchmesser von 130mm. Wie der Refraktor hat er ebenfalls ein Öffnungsverhältnis von f/5.
Die ersten Beobachtungen von Mond und Jupiter waren sehr gut.

Neumond, eine sehr schmale Sichel brachte schöne Schatten hervor. Im Hintergrund waren noch Sterne zu sehen. Das Bild wirkte richtig plastisch, fast dreidimensional.
Der Jupiter und seine Monde konnte man sehr gut beobachten. Schönes scharfes Bild. Die Wolkenbänder sind klar erkennbar.
Die deutlich größere Öffnung gegenüber dem StarTravel macht sich bemerkbar.

Durch den Schiebemachnismus ist er kompakt zu transportieren und aufgestellt bietet er 650mm Brennweite.

Die Einseiten-Dobson-Montierung ist sehr stabil. Sie wackelt deutlich weniger als die EQ-1.
Montierung + Teleskop lassen sich dank Griff mit einer Hand tragen. Okular in der Tasche und los gehts.

Problem hier: Man braucht einen Tisch, oder einen warmen Boden. :-)

Lösung 1: Kombination aus Transportkoffer und Stativ. Ein Teil, alles drin!
Lösung 2: Eine kürzlich erworbene Azimutale Montierung.

Insgesamt zeigt der Heritage aber das bessere "Grab and go" Konzept.