:: DIY :: Bier brauen

Angeregt durch einen Artikel zum Bierkitbrauen in der MAKE: (Früher ct' Hardware Hacks) wollten wir selber Bier brauen.
Aber die 4 Liter vom Brau-Kit erschienen uns nicht genug zu sein und wir starteten in der "Einkocher-Klasse". Das heißt bis 20 Liter können am Ende übrig bleiben.

Für den Start: Einkocher von Mutti, Zutaten aus dem Netz und eine "Keep it Simple and Stupid" Braunaleitung.
www.Brauanleitung.de

Die erste Aktion: Einmaischen. Gersten-Malz wird erhitzt und der enthaltene Zucker (und andere Inhaltsstoffe) wird rausgelöst.

Beim Läutern wird das Flüssige vom Festen getrennt.
Hierfür haben wir, wie in der Szene üblich, einen Panzerschlauch aus dem Baumarkt zum Läutern verwendet. Der innere Gummischlauch wird rausgezogen und ein Edelstahlgeflecht bleibt übrig.

Das ausgekochte Malz, jetzt Treber genannt, kann weg. Oder man Backt ein Treberbrot daraus.

Nun kommt der Hopfen ins Spiel. Beim Hopfenkochen kommt der prägnante Hopfengeschmack ins Bier.

Nach 1,5 Stunden rumkocherei wird die Würze zirkular beschleunigt.
Bei dem Whirlpool sollen sich die weniger schmackhaften Teile in der Mitte absetzen.

Wenn sich die Suppe beruhigt hat, folgt das Hopfenseihen. Aus einem Kupferrohr und einem Edelstahl-Putzschwamm (ohne Putzmittel) lässt sich ein einfacher Hopfenseiher bauen.

Im Gähreimer befindet sich nun die Würze.

Die Würze muss nun auf gemütliche 20 Grad abkühlen, damit die Gährung beginnen kann. In unserem Fall haben wir den Eimer einen Tag in einen kühlen Raum gestellt.
Mit einer Probe haben wir die Stammwürze gemessen.

Am nächsten Tag konnten wir dann die Hefe drüberstreuen und "Gott geb Glück und Segen drein" aufsagen, damit das Bier auch was wird.

Nach der Hauptgährung von wenigen Tagen haben wir eine zweite Probe entnommen und probiert.
Also, ...., der Grund war die zweite Messung der Stammwürze, ... dann wurde das Jungbier probiert.
Die differenz der beiden Proben ergibt den Anteil des vergohrenen Zuckers. Also den Teil der nun Alkohol ist.

Das Jungbier wandert aus dem Eimer in die Flaschen und wird mit etwas Zucker versetzt, damit wir auch Kohlensäure ins Bier bekommen.
Zwei Wochen muss es nun Kühl gelagert werden, damit die Hefe auch mal runter kommt.

17,5 Liter Bier haben wir geschafft. Und geschmeckt hat es natürlich auch. Viel zu gut.
Wird Zeit wieder einen neuen Sud anzusetzen.